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Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen.
- Was ist eigentlich Föderalismus? Föderalismus steckt bereits in unserem Namen und ist unsere Grundidee für die Verfassung eines vereinten Europa. Föderalismus ist ein Organisationsprinzip, bei dem die politische Macht zwischen einer zentralen Autorität und kleineren, regional autonomen Einheiten aufgeteilt ist. Die kleinste politische Territorialgemeinschaft ist die Gemeinde, diese wiederum ist Teil der Region, die ihrerseits Teil des Zentralstaates ist. Diese durch die Geographie vorgegebene Verantwortungspyramide ordnet das politische Leben. Föderale Demokratie heißt, dass es eine gestaffelte Raumordnung der kommunalen, der regionalen und der nationalen Solidarität gibt und dass auf jeder dieser Ebenen Bürger Prioritäten setzen, Konflikte schlichten und verbindliche Entscheidungen treffen. Wir sind überzeugt, daß eine föderalistische Aufgabenteilung zwischen der europäischen Ebene, den Mitgliedstaaten und den Regionen den Reichtum der Kulturen in Europa bewahrt, bürgerschaftliches Engagement stärkt und die Voraussetzung für effektive und bürgernahe Entscheidungen schafft.
- Ist ein vereinigtes, föderales Europa gut? Die europäische Integration ist ein großer Erfolg für ihre Mitglieder. Die friedliche Revolution von 1989/90 hat nun die einmalige Chance geschaffen, nicht nur den westlichen Teil des Kontinents, sondern ganz Europa in Frieden, Sicherheit, Demokratie und Wohlstand zu vereinen. Diese Chance muß genutzt werden! In Europa kommen eine Vielzahl von historisch gewachsenen Lebensweisen, Traditionen, Sprachen und Kulturen zusammen. Diese Begegnung macht Europa zu einem Erlebnis und zu einem ständigen Austausch. Vielfalt und Unterschiedlichkeit sind der eigentliche Reichtum Europas. Nur eine föderalistische Aufgabenteilung kann der Vielfalt der Lebensweisen im gemeinsamen Haus Europa gerecht werden. Föderalismus ist auch deshalb wichtig, weil er den Bürgern erlaubt, wirklichen Einfluss auf diejenigen Angelegenheiten zu nehmen, die sie direkt betreffen (Subsidiaritätsprinzip). Zentralistische, bürgerferne Verwaltung führt zu schwer verständlichen und häufig ineffektiven Entscheidungen und damit letztendlich zu einer Abwendung der Bürger von Europa. Die JEF fordert, baldmöglichst die Kompetenzen der verschiedenen Ebenen nach dem Prinzip der Subsidiarität in einer Europäischen Verfassung verbindlich festzuschreiben. Dort muss die Position der Regionen gestärkt und das Prinzip kommunaler Selbstverwaltung garantiert werden. Grenzüberschreitende Kooperation von Regionen sollte besonders gefördert werden, weil sie einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas leistet.
- Was kann denn die JEF da tun? JEF ist eine supranationale, politisch pluralistische, überparteiliche Jugendorganisation mit über 30.000 Mitgliedern in mehr als 30 europäischen Ländern. Gegründet nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzt sich die JEF seit über 60 Jahren für ihre Vision einer demokratischen europäischen Föderation ein, in der Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie für alle Europäer und Europäerinnen Realität werden soll. Wir engagieren uns im Namen der europäischen Bürgerschaft, sind für die Erweiterung und Vertiefung der EU-Integration und versuchen Europa seinen Bürgern und Bürgerinnen näher zu bringen. Unsere Ideen werden durch internationale Aktivitäten, Jugendaustausch, Veröffentlichungen, Studienreisen, Bildungsinitiativen sowie Kooperation mit anderen Jugendorganisationen verbreitet. Daneben veranstalten wir auch Workshops und Seminare, wie die jährlich stattfindenden Straßburger Gespräche und das Berlinseminar.
- Was kann denn ich da tun? Unseren Newsletter abonnieren und vorbeikommen!
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